Chronik

Entwicklung der Musikschule und der Standorte
  • Bad Leonfelden

    Im März 1949 wurde von den musikbegeisterten Lehrkräften Alfred Höß, Anton Westenthaler und Franz Moser ein Musikschulunterricht angeboten, welcher unter Patronanz des Kath. Bildungswerkes stand. Im Mittelpunkt stand die Heranbildung von jungen Musikern für Kirchenchor, Salonorchester, Blasmusikkapelle.

    Bei der Gründung der Musikschule im Jahre 1949 haben sich besonders die Herren Dr. Aldemar Schiffkorn, Konsulent Ernst Huber, Dechant P. Walter Pühringer, Alfred Höß, Franz Moser und Anton Westenthaler verdient gemacht. Die Leitung übernahm der damalige Volksschuldirektor Rudolf Scholl, der sich schon immer um die Musikerziehung bemüht hatte.

    Durch die ständig steigende Anzahl der Schüler war eine örtliche Dachorganisation erforderlich, und so nahm sich der inzwischen neu gegründete Musikverein der Musikschule an. In weiterer Folge wurde allerdings die Musikschule aus finanziellen Überlegungen vom Musikverein wieder losgelöst und der Marktgemeinde Bad Leonfelden unterstellt, die die Schulträgerschaft laut Gemeinderatsbeschluss vom 26.10.1964 übernahm.

    Nach dem Ableben von Kons. Dir. Rudolf Scholl wurde OSR Franz Moser mit der Leitung der Musikschule betraut. Die Musikschule konnte auch in dieser Zeit eine große Aufwärtsentwicklung verzeichnen und erfreute sich allseits großer Beliebtheit.

    Im Jahre 1970 hat Frau Dir. Gisela Lehner die Leiterstelle von OSR Franz Moser übernommen.

    Im Jahre 1977 trat das vom Landtag beschlossene OÖ Musikschulgesetz in Kraft. Durch dieses Gesetz wurde in Oberösterreich ein europaweit beispielgebendes System geschaffen, das jungen Menschen die Möglichkeit bietet, eine umfassende musikalische Ausbildung mit bestens ausgebildeten Lehrkräften zu erhalten. So wurde auch die Musikschule Bad Leonfelden in das OÖ Landesmusikschulwerk übernommen und ist seit 1.9.1977 „Landesmusikschule“. Durch den großen Aufschwung und der immer höher werdenden Schülerzahl wurde die Notwendigkeit eines eigenständigen Musikschulgebäudes immer größer.

    Unter der Leitung von Fr. Dir. Gisela Lehner und Dank der großen Unterstützung von Herrn Bürgermeister Dir. Alfred Hartl sowie der Marktgemeinde Bad Leonfelden konnte in Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich dieses Projekt realisiert, und am 9.10.1998 das neue, zeitgemäße Schulgebäude eröffnet werden.

    Seit September 2007 ist Konrad Ganglberger Direktor der Landesmusikschule Bad Leonfelden.

    An die Landesmusikschule Bad Leonfelden sind die Zweigstellen Oberneukirchen (seit 1.9.1991, Unterrichtsbeginn 9.9.1991) und Vorderweißenbach (seit 1.9.2003, Unterichtsbeginn 8.9.2003) angeschlossen.

    Viele SchülerInnen sind Preisträger bei nationalen und internationalen Musikwettbewerben. Einige ehemalige SchülerInnen sind heute selbst Lehrkräfte oder als anerkannte Künstler tätig.

  • Oberneukirchen

    An der Musikschule Oberneukirchen wurde am 9. September 1991 der Unterrichtsbetrieb in den Räumlichkeiten des ehemaligen Kindergartens aufgenommen. Sie wird als Zweigstelle der Landesmusikschule Bad Leonfelden geführt.

    Seit Juni 2008 ist die Landesmusikschule im „Kulturhaus-Schnopfhagen“ untergebracht. Mit diesem Haus des Dichters der Landeshymne hat die Gemeinde Oberneukirchen unter der Leitung von Bürgermeister Josef Ehrenmüller ein einzigartiges Projekt realisiert, in dem neben der Musikschule auch andere Vereine und Institutionen untergebracht sind.

    Das alte Gebäude wurde renoviert und durch einen Zubau ergänzt. Gemeinsam mit der großartigen Unterstützung durch das Land Oberösterreich konnte ein Ort der Begegnung für alle an Kunst und Kultur Interessierten jeder Altersgruppe geschaffen werden, welcher auch baulich die Verbindung von Alt und Neu zum Ausdruck bringt. Das Musikschulgebäude in Oberneukirchen bietet ideale Rahmenbedingungen und gibt Raum im Sinne von offenen, farbenfroh und ansprechend ausgestatteten Räumen für die Begegnung mit Musik und den mit ihr in Verbindung stehenden Künsten.

    Vorderweißenbach

    An der Musikschule Vorderweißenbach wurde am 8.9.2003 der Unterrichtsbetrieb aufgenommen. Sie wird als Zweigstelle der Landesmusikschule Bad Leonfelden geführt.
    Untergebracht ist die Musikschule im Gebäude des ehemaligen Gemeindeamtes, welches unter Bürgermeister Bruno Fröhlich generalsaniert und für den Musikschulbetrieb adaptiert wurde.

    Im Haus herrscht eine sehr freundliche Atmosphäre, welche eine gute Grundlage für die Begegnung mit Musik und den mit ihr in Verbindung stehenden Künsten bietet.
    Im Dachgeschoss steht ein Vortragsraum für kleinere Konzerte zur Verfügung.
    Der Schlagwerkunterricht findet im Probelokal des Musikvereines, welches im neuen Gemeindeamt untergebracht ist, statt.