Tanz und Bewegung

    • Michaela Schweighofer
      Tanz und Bewegung

      Michaela Schweighofer

      Tanz und Bewegung
    • Mag. Isolde Setka
      Tanz und Bewegung

      Mag. Isolde Setka

      Tanz und Bewegung

      Der Enthusiasmus meiner Schülerinnen und Schüler ist der Groove im Rhythmus meines Lebens. Bewegt zu sein und selbst zu bewegen, diese Wechselwirkung ist der Inbegriff meines Glücks.

      Geboren 1969 durfte ich den Traum leben, der meiner Mutter (Jahrgang 1940) verwehrt war – das Ballett. Begonnen hat alles mit 3 Jahren im musisch-kreativen Kindergarten von Erika Gangl & Alfred Peschek und schon als Ballettfloh bewegten sich meine Fragen in schwindelerregenden Dimensionen. Wie schaffe ich es auf einem Bein zu stehen? Und wieso sind hier alle rosa angezogen? Auf knapp ein Jahrzehnt in der 1. Linzer Ballettschule folgte eine weitere Dekade des Wettkampfes auf dem rutschigen nationalen und internationalen Parkett der Standard- und Lateinamerikanischen Tänze. Daneben startete ich meine Laufbahn als Tanzpädagogin mit dem Studium von Bühnentanz und Tanzpädagogik am Brucknerkonservatorium (heute Anton-Bruckner-Privatuniversität). Verfeinert habe ich meine tänzerischen Fähigkeiten seither vor allem in den Studios Broadway Dance Center sowie Steps on Broadway (beides New York City). Seit 1994 gebe ich meine Leidenschaft an meine Schüler in den Musikschulen Bad Leonfelden, Oberneukirchen, Puchenau, Enns, St. Florian und Wels weiter, seit 2006 auch am Konservatorium Wien, Privatuniversität. Seit dem Schuljahr 2011/12 kann ich als Fachgruppenleiterin für Tanz oberösterreichweit Akzente setzen. Ich wollte nie trennen zwischen körperlicher und geistiger Arbeit. Mein hungriges Gehirn beschäftigte sich zwischen 1999 und 2007 am Institut für Psychologie an der Universität Salzburg mit den mannigfaltigen Mustern menschlichen Wahrnehmens, Empfindens und Handelns. Im Schuljahr 2004/05 führte mich dieses Studium nach Atlanta/USA, wo ich am Agnes Scott College zwei Semester lang – lehrverpflichtungslos – ausschließlich studieren durfte. Ich brauchte nie zu wählen zwischen kreativer oder repetitiver Tätigkeit, zwischen Aktion und Reaktion. Ich kann alle diese Momente, die einem Leben Tiefe und Profil geben, in meinem Beruf als Tänzerin und Pädagogin vereinen. Dafür bin ich dankbar. Meinen geliebten Eltern und dem Schicksal. Und allen meinen Schülern und Schülerinnen. Ihr Enthusiasmus ist der Groove im Rhythmus meines Lebens. Bewegt zu sein und selbst zu bewegen, diese Wechselwirkung ist der Inbegriff meines Glücks. Bewegung erfüllt mein Leben, füllt es aus und gibt ihm immer neuen Sinn. Aber die Frage, was ist Bewegung, ist ebenso schwierig zu beantworten wie die Frage, was ist Leben? Ich vermute, Leben und Bewegung sind identisch. Aber wo beginnt beides? Tanzen die Kontinente eine Sarabande, einen Samba oder einen Schreittanz? Ist dieser Tanz, der Millionen von Jahren dauert, für die menschliche Wahrnehmung nachempfindbar? Und wer bestreitet den kosmischen Reigen? Wir oder die Planeten? Ein Erdfloh kann über solche Fragen nur spekulieren.